Wasserwerk Rheindahlen

Wasserwerk  Rheindahlen
Wasserwerk Rheindahlen
Schema der Trinkwasseraufbereitung
Schema der Trinkwasseraufbereitung

Das 1913 erbaute Wasserwerk  Rheindahlen liegt südlich des gleichnamigen Mönchengladbacher Stadtteils.

Das Wasserwerk speist jährlich ca. 1,1 Mio. m³ Trinkwasser in das Versorgungsnetz ein. Die maximale Aufbereitungsleistung pro Stunde beträgt 320 m³. Das Grundwasser wird aus zwei bis zu 30 m tiefen Flachbrunnen und aus zwei in ca. 90 m Tiefe verfilterten Tiefbrunnen gefördert.

Das Grundwasser der beiden Tiefbrunnen wird direkt vor Ort im Untergrund (subterrestrische Enteisenung) aufbereitet. Dazu wird ein Teil des geförderten Tiefengrundwassers mit Luftsauerstoff angereichert und in dem zweiten Tiefbrunnen wieder versickert. In 80 bis 90 m Tiefe bildet sich nichtlösliches Eisen, das im Untergrund verbleibt. Anschließend dient der mit Sauerstoff angereicherte Brunnen als Förderbrunnen und liefert eisenfreies Wasser. Durch einen ständigen Wechsel zwischen Förderung und Versickerung (Regeneration) ist das geförderte Wasser frei von Eisen und Mangan und wird dem Rohwasser der anderen Brunnen vor der Aufbereitung zugemischt. Die Subterra-Anlage in Rheindahlen läuft bereits seit 1979 störungsfrei und ist eine der ältesten ihrer Art in Deutschland.

Nach Mischung des aufbereiteten Tiefengrundwassers mit dem Wasser der Flachbrunnen - der älteste Brunnen stammt aus dem Jahr 1944 - erfolgt im Werk eine Intensivbelüftung im Rieslerturm zur Restentsäuerung. Von dort gelangt das Trinkwasser in einen Trinkwasserbehälter und dann in das Trinkwassernetz.

Der alte Wasserturm in Rheindahlen ist übrigens nicht mehr in Betrieb